Kupfertöpfe: edel und zweckdienlich
Kupfer gehört zu den ältesten Metallen, die Menschen nutzen. Schon die alten Ägypter verwendeten Kupfergegenstände im Alltag. Der Name Kupfer stammt vom lateinischen Begriff „cuprum“. Auch heute sind Kupfertöpfe in der Küche sehr beliebt. Das liegt nicht nur an ihrer edlen Optik, sondern vor allem an ihren praktischen Eigenschaften. Viele Köche und Köchinnen schätzen die Vorteile von Kupfertöpfen, weil sie beim Kochen besonders präzises Arbeiten ermöglichen.
Kupfer als Material für Töpfe und Pfannen
Kupfer leitet Wärme und Strom besonders gut. Deshalb eignen sich Kupfertöpfe und Kupferpfannen perfekt zum Kochen. Lebensmittel lassen sich damit schnell und gleichmäßig erhitzen, oft sogar mit weniger Energie. Ein weiterer Vorteil: Kupfer besitzt eine antibakterielle Wirkung. Schon geringe Konzentrationen können Mikroorganismen reduzieren. Auch aus hygienischer Sicht bietet Kupfergeschirr daher Vorteile.
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Kupfergeschirr ist pflegeleicht
Kupfer ist ein relativ weiches Metall. Deshalb sind Kupfertöpfe und Kupferpfannen etwas anfälliger für Kratzer oder kleine Dellen. Geht daher am besten achtsam mit dem Geschirr um. Die gute Nachricht: Die Pflege von Kupfertöpfen ist insgesamt unkompliziert. In den meisten Fällen reicht warmes Wasser mit etwas Spülmittel aus, um das Kupfergeschirr zu reinigen.
Wurde ein Kupfertopf vom Hersteller poliert, könnt ihr ihn gelegentlich mit einer speziellen Polierpaste pflegen. So bleibt der typische Glanz auch nach häufigem Gebrauch erhalten. Scheuermittel, Stahlbürsten oder die Spülmaschine solltet ihr dagegen vermeiden – sie können die Oberfläche beschädigen.
Unterschiede bei Kupfertöpfen und die jeweiligen Vorteile
Wie überall gibt es auch bei Kupfertöpfen unterschiedliche Varianten und Ausführungen. Je nach Verarbeitung und Materialkombination unterscheiden sich Eigenschaften, Pflege und Nutzung etwas. Hier findet ihr einen kurzen Überblick über die gängigsten Varianten.
Kupfertöpfe und Kupferpfannen ohne Beschichtung
Diese bestehen vollständig aus Kupfer und zeigen besonders gut die typischen Eigenschaften des Materials, etwa die sehr schnelle Wärmeleitung.
Kupfergeschirr mit Zinnbeschichtung
Ein Vorteil dieser Kupfertöpfe ist, dass sich das Kupfer weniger verfärbt (mehr dazu gleich weiter unten). Die Zinnschicht verändert sich im Vergleich zu reinem Kupfer nur leicht und wird mit der Zeit meist etwas gräulich.
Kupfertöpfe mit Edelstahlbeschichtung
Bei dieser Variante wird eine Verfärbung des Kupfergeschirrs weitgehend verhindert. Gleichzeitig sind solche Kupfertöpfe besonders robust und pflegeleicht.
Kupfergeschirr mit Griffen aus anderen Materialien
Viele Kupfertöpfe und Kupferpfannen besitzen Griffe aus Edelstahl oder Gusseisen. Das hat einen praktischen Grund: Die Griffe erhitzen sich weniger stark und das Risiko für Verbrennungen wird reduziert.
Farbveränderungen bei Kupfergeschirr
Kupfer ist dafür bekannt, dass es sich mit der Zeit verändert. Oft bildet sich eine grüne Schicht, die sogenannte Kupferpatina – gut zu erkennen zum Beispiel auf alten Kirchendächern. Diese Patina entsteht durch Korrosion und bildet gleichzeitig eine schützende Oberfläche.
Bei Kupfergeschirr entsteht eine solche Patina normalerweise nicht. Durch Hitze und wechselnde Luftfeuchtigkeit in der Küche kann es jedoch passieren, dass Kupfertöpfe und Kupferpfannen mit der Zeit dunkler werden oder sich leicht ungleichmäßig verfärben. Für viele macht genau das den besonderen Charme von Kupfertöpfen aus. Andere mögen lieber den frisch polierten Look. Am Ende ist das reine Geschmackssache.
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Kupfertöpfe für den Induktionsherd
Ein Induktionsherd arbeitet mit Elektromagnetismus. Damit ein Topf darauf funktioniert, muss das Material magnetisierbar sein. Reines Kupfer besitzt diese Eigenschaft nicht. Deshalb sind klassische Kupfertöpfe zunächst nicht für Induktion geeignet.
Viele Hersteller lösen dieses Problem jedoch mit einer zusätzlichen ferromagnetischen Schicht am Boden. Dadurch werden Kupfertöpfe und Kupferpfannen auch für Induktionsherde nutzbar.
Das sollten Sie beim Kauf von Kupfertöpfen beachten
Ihr mögt den französisch inspirierten Look von Kupfergeschirr und denkt darüber nach, Kupfertöpfe oder Kupferpfannen zu kaufen? Dann beachtet folgende Punkte:
- Wenn ihr ein Cerankochfeld habt, sollte der Boden des Kupfergeschirrs möglichst dick sein, damit der Topf stabil aufliegt und die Wärme gleichmäßig verteilt wird.
- Kocht ihr hingegen mit einem Gasherd, könnt ihr auch dünnwandigere Kupfertöpfe verwenden. Dort spielt die direkte Hitzeübertragung eine größere Rolle.
- Auch auf Induktionsherden können Kupfertöpfe funktionieren – allerdings nur, wenn der Boden der Töpfe mit einer ferromagnetischen Schicht ausgestattet ist. Reines Kupfer ist nämlich nicht induktionsgeeignet.
Außerdem lohnt sich ein Blick auf den Kupferanteil: Ein hochwertiger Kupfertopf sollte idealerweise zu mindestens 90 Prozent aus Kupfer bestehen. Manche Töpfe aus Aluminium oder Edelstahl sind nur mit einer dünnen Kupferschicht überzogen und bieten deshalb nicht dieselben Vorteile wie echte Kupfertöpfe.